Kinder- und Jugendplan des Bundes

Auszüge aus dem aktuell gültigen Kinder- und Jugendplan des Bundes –
bezogen auf die internationale Jugendarbeit

Aufgaben des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP)

(1) Durch den Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP) soll auf der Grundlage des § 83 des Achten Buches Sozialgesetzbuch – Kinder- und Jugendhilfe – (SGB VIII) die Tätigkeit der Kinder- und Jugendhilfe auf Bundesebene angeregt und gefördert werden.
(2) Die Förderung von Maßnahmen soll in allen Bereichen und Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe erfolgen: Kinder- und Jugendarbeit und außerschulische Kinder- und Jugendbildung (politische Jugendbildung, kulturelle Kinder- und Jugendbildung, Kinder- und Jugendarbeit im Sport, Kinder- und Jugendverbandsarbeit sowie inter-nationale Jugendarbeit).


Internationale Begegnungen

(1) Internationale Begegnungen sind bi- und multilaterale Begegnungen von Kinder- und Jugendgruppen oder von Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe sowie internationale Workcamps.
(2) Begegnungen von Kinder- und Jugendgruppen und Workcamps dauern mindestens fünf Tage und höchstens 30 Tage. Teilnehmende an Jugendbegegnungen und Workcamps sind in der Regel nicht jünger als acht Jahre und nicht älter als 26 Jahre.
(3) Begegnungen von Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe können insbesondere in Form von Hospitation und Praktika bis zu 90 Tagen dauern. Programme für Fachkräfte weisen einen unmittelbaren fachlichen Bezug zur Kinder- und Jugendhilfe beziehungsweise zur Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auf.
(4) Die Förderung erfolgt über nicht-rückzahlbare Zuschüsse als Festbeträge:
a) Zur Deckung der Ausgaben je Tag und Teilnehmenden, Teamer, Gruppenleitenden, Fachkraft.
b) Zur Deckung der Fahrtkosten der Teilnehmenden, Teamer, Gruppenleitungen, Fachkräfte für Begegnungen im Ausland.
c) Zur Deckung der Honorare für Sprachmittelnde/Dolmetschende
(5) An- und Abreisetag gelten jeweils als ein voller Tag

 

Internationale Jugendarbeit

Die europäische und internationale Jugendarbeit ist integraler Bestandteil der Kinder- und Jugendhilfe und gleichzeitig Teil der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Internationale Jugendarbeit ermöglicht die Begegnung junger Menschen aus verschiedenen Ländern, den Erfahrungsaustausch von Fachkräften sowie die Zusammenarbeit von Trägern der Kinder- und Jugendhilfe über nationale Grenzen hinaus. Sie trägt bei zur Erweiterung der persönlichen und beruflichen Erfahrungen, zum Erwerb von Wissen und Kompetenzen, zur Entwicklung und Festigung von tolerantem und solidarischem Handeln, zur Prävention gegenüber Extremismus und Fremdenfeindlichkeit und eröffnet Wege, mit den Anforderungen der Globalisierung umzugehen.

Durch den KJP soll die europäische und internationale Jugendarbeit von Trägern der Kinder- und Jugendhilfe und ihren Zusammenschlüssen auf Bundesebene in Form von Kinder- und Jugend-begegnungen und Fachkräfteprogrammen sowie entsprechender Informationen und erforder-licher Infrastruktur gefördert werden.

Die Träger der Kinder- und Jugendhilfe sollen verstärkt solche jungen Menschen in Deutschland an internationale Projekte heranführen, die sonst kaum Möglichkeiten für entsprechende Erfahrungen haben. Für junge Menschen wie Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe sollen die Zugänge zu internationalen Begegnungsformen verbessert und Hindernisse abgebaut werden.


Höhe der Förderbeträge nach den Richtlinien des KJP

Die Festbeträge betragen:
nach Nr. 2.2 (4) a) und nach VI.2.2 (2) für intern. Begegnungen von Kinder- und Jugendgruppen sowie Workcamps) = 24 Euro pro Teilnehmer pro Tag
nach Nr. 2.2 (4) c) (Honorare bei Kursen, Arbeitstagungen und intern. Begegnungen) = 305 Euro
nach Nr. 2.2 (4) b) (Fahrtkosten bei intern. Begegnungen im Ausland)
a) für Maßnahmen im europäischen Ausland = 12 Cent pro Kilometer
b) für Maßnahmen im außereuropäischen Ausland = acht Cent pro Kilometer
Die ermittelten Zuwendungsbeträge für die Gruppe werden auf volle Euro abgerundet.

Zuschlag für Teilnehmende aus Deutschland an Veranstaltungen im Ausland für intern. Begegnungen von Kinder- und Jugendgruppen sowie Workcamps nach VI.2.2 (2) = 30 Euro/ höchstens 500 Euro je Maßnahme

In Ergänzung zu den oben genannten Bundesmitteln ist eine Komplementärmittelförderung von Maß-nahmen in Deutschland und im Ausland aus Mitteln des Landesjugendförderplanes möglich (siehe auch aktuell gültige Vergaberichtlinie der Thüringer Sportjugend):

Maßnahmen der Kreise / Städte / Sportfachverbände / Vereine:

  • organisatorische Bedingungen analog Förderung KJP / DFJW / DPJW / ConAct / TANDEM / Stiftung Dt.-Russ.Jugendaustausch und ähnliches
  • Tagessatz im Inland: bis zu zehn Euro pro Tag pro Teilnehmer
  • Maßnahmen im Ausland: bis zu 75 Prozent der Fahrt-/Flugkosten für Hin-/Rückreise, maximal jedoch 500 Euro

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