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Große Würdigung für großes Engagement: Robert Fischer erhält Ehrengabe der Deutschen Sportjugend

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Landessportbundes Thüringen in der Landessportschule Bad Blankenburg wurde Robert Fischer, der 2024 nach vielen Jahren ehrenamtlicher Arbeit aus dem Vorstand der Thüringer Sportjugend ausschied, mit der Ehrengabe der Deutschen Sportjugend ausgezeichnet. Die Ehrung wurde zu einem bewegenden Moment – geprägt von ehrlicher Dankbarkeit, Anerkennung und großer menschlicher Verbundenheit.

In ihrer Laudatio würdigte Anne Baier, Vorstandsmitglied der Thüringer Sportjugend, die herausragende Bedeutung von Robert Fischers Engagement für die Jugendarbeit im Thüringer Sport. Sie sprach von einem Vorsitzenden, der mit unermüdlichem Einsatz, klarer Haltung und beeindruckender Ruhe entscheidende Weichen für die Zukunft des Kinder- und Jugendsports gestellt hat. Während ihrer Worte war die emotionale Nähe zu spüren, die aus vielen gemeinsamen Jahren der Zusammenarbeit gewachsen ist. Die Rührung stand ihr im Gesicht, und am Ende des Beitrags folgten herzliche Umarmungen, welche die besondere Wertschätzung sichtbar machten.

Unter der Leitung von Robert Fischer hat die Thüringer Sportjugend eine Vielzahl an Projekten initiiert und entscheidende Entwicklungen angestoßen. Besonders prägend war die Etablierung der neuen Struktur der Sportjugend im Jahr 2021, die seitdem zentrale Aufgabenfelder wie die Jugendarbeit im Sport, die Jugendverbandsarbeit, den Freiwilligendienst, den Kinderschutz sowie den Kinder- und Jugendsport bündelt. Dieser umfangreiche Prozess, begleitet von komplexen Abstimmungen und strategischen Entscheidungen, wurde von Robert Fischer mit diplomatischem Geschick, Entschlossenheit und Weitblick gesteuert.

Zu seinen Herzensprojekten gehörte der Einsatz für die Anerkennung und Sanierung des SEZ Kloster als Jugendbildungsstätte der Thüringer Sportjugend. Heute ist dieser Ort ein lebendiges Zentrum für Begegnung, Bildung und Bewegung – und damit ein Ausdruck dessen, wofür Robert Fischer steht: jungen Menschen Räume zu eröffnen, in denen sie sich entwickeln und wachsen können.

Besondere Aufmerksamkeit widmete er stets zwei Themen, die sein Engagement nachhaltig geprägt haben: dem Schutz von Kindern und Jugendlichen im Sport sowie der Wertschätzung ehrenamtlicher Arbeit. So ist es maßgeblich seinem Einsatz zu verdanken, dass ab 2029 in allen Thüringer Sportvereinen verpflichtende Schutzkonzepte eingeführt werden. Ebenso wichtig war ihm die Idee, Jugendlager im Rahmen großer Thüringer Sportveranstaltungen zu organisieren – Formate, die vielen jungen Menschen unvergessliche Erlebnisse ermöglicht haben.

Sein Wirken war geprägt von einer engen, vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Landessportbund Thüringen und dessen Präsidium. Durch seine offene und verlässliche Art schuf er tragfähige Beziehungen, die der Sportjugend auch in herausfordernden Zeiten Stabilität und Rückhalt gaben.

Dass Robert Fischer die Welt des Sports nicht nur organisatorisch, sondern auch sportlich versteht, zeigt sein eigener Weg im Rennrodelsport. Vom Landesauswahl-Athleten über Erfolge bei Junioren-Weltcups bis hin zu vielfältigen ehrenamtlichen Funktionen war er stets dort aktiv, wo Sport gelebt und gestaltet wird. Seit 2024 ist er ehrenamtlich engagiert als Vizepräsident im Landessportbund.

Die Ehrengabe der Deutschen Sportjugend würdigt Menschen, die über viele Jahre hinweg mit Haltung, Herz und spürbarer Wirkung die Jugendarbeit im Sport prägen. Robert Fischer gehört ohne Zweifel zu ihnen. Er hat Strukturen geschaffen, Menschen motiviert und der Thüringer Sportjugend eine starke, moderne Basis für die Zukunft gegeben.

Die Thüringer Sportjugend sagt: Herzlichen Glückwunsch, lieber Robert, und danke für alles, was du bewegt hast.

Die Ehrung überreichte unter anderem Sportminister Stefan Gruner, der selbst vor einiger Zeit im THSJ-Vorstand ehrenamtlich aktiv als stellvertretender Vorsitzender war.

Robert Fischer (Mitte) bei der Auszeichnung mit DOSB-Vorständin Michaela Röhrbein, Minister Stefan Gruhner, Vorstandsmitglied Anne Baier und THSJ-Geschäftsführerin Lisa Kalkofe.

Sichtlich gerührt - die Auszeichnung war eine Überraschung im Rahmen der LSB-Mitgliederversammlung. Fotos: Karina Heßland-Wissel