
Kein Spielmobil mehr bei der Thüringer Sportjugend
Nach fast 14 Jahren hat die Thüringer Sportjugend ihre Spielmobilarbeit einstellen müssen. Trotz aktiver Suche ließen sich in den vergangenen beiden Jahren keine zwei Freiwilligendienstleistenden zur Betreuung des Spielmobils mehr finden. Zudem ist der Bedarf an Einsätzen gesunken, die Kosten für Spielgeräte und Spielmobil dagegen gestiegen. Die bisherigen Spielgeräte werden je nach Zustand verkauft oder verschenkt. Das Fahrzeug geht in den Besitz des LSB Thüringen über. Interessierte müssen aber auch künftig nicht auf Spielmobil-Einsätze verzichten, sondern können bei ihren Kreis- und Stadtsportjugenden, die zum Teil eigene Spielmobile besitzen, nachfragen und buchen.
Die Gründe für das Abschaffen des Spielmobils:
- seit dem Zyklus 2017/2018 gibt es keine jeweils zwei Bewerber mehr
- junge Menschen, die sich die intensive Arbeit – sehr oft auch an Wochenenden und in ganz Thüringen verteilt – nicht mehr „antun“ wollten, fand die THSJ auch durch aktive Suche nicht
- die Anzahl der Einsätze ist auch in Zeiten, als noch zwei Freiwillige zur Verfügung standen, sehr zurückgegangen – der Bedarf war offensichtlich nicht mehr da
- das Angebot, in der Winterzeit Indoor-Einsätze zum halben Preis zu fahren, wurde überhaupt nicht angenommen
- wenige Einsätze sind weniger Mieteinnahmen und dies bei konstanten Kosten wie Steuern, Versicherung, Kraftstoff und Reparaturen – die finanziellen Verluste wurden langsam größer
- eine anspruchsvolle Tätigkeit direkt bei der Sportjugend, bei der die Freiwilligen hätten helfen können – mehr als helfend und unterstützend darf ein Freiwilligendienst per Gesetz nicht sein, sondern soll die Möglichkeit bieten, sich zu orientieren, nicht aber, eine „normale“ Tätigkeit eines Mitarbeiters zu übernehmen – gibt es ohne einen enormen Betreuungsaufwand nicht
- die Art der Einsätze bei den verschiedenen „Kunden“ war in den letzten Jahren nicht mehr so, dass die Freiwilligen einen berufsorientierenden Mehrwert gehabt hätten
- das nun schon eineinhalbjährige Aussetzen der Spielmobilarbeit mit der Hoffnung, doch noch Freiwillige zu finden, war nicht gut für die nicht mehr gewarteten Spielgeräte – man müsste ohne große Hoffnung auf sich bewerbende junge Menschen also „Geld in die Hand nehmen“, um den Material-Pool zu erneuern
- ein stehendes Auto verschleißt auch, ohne gefahren zu werden – es wiederzubeleben, kostet auch Geld
Hinzu kommt, dass die Freiwilligen für die teilweise schwere Arbeit des Aufbauens von Hüpfburg(en), Rollenrutsche etc. 300 Euro bekamen. Entsprechend klein war die Anzahl derer, die für diese Art Arbeit bereitstehen.
